Teilnahme an Wettbewerben

Keines unserer Mitglieder ist verpflichtet, seine Filme zu Wettbewerben anzumelden.
Einige jedoch lässt die Möglichkeit nicht mehr los, mit ihren Filmgeschichten auch einen größeren Personenkreis als die Familie oder die Clubfreunde anzusprechen. Sie bilden sich im Club, auf Filmfestivals, Seminaren und Workshops filmisch weiter und lassen ihre Filme diskutieren, bis sie den Mut und die Sicherheit entwickelt haben, an den Wettbewerben in der "BDFA – Schiene" teilzunehmen.
Über die Jahre sind Autoren des Hanseatischen Film- und Videoclubs in weiterführenden Wettbewerben sehr erfolgreich gewesen. Das liegt an der engagierten und rücksichtsvollen Mitarbeit der Clubmitglieder, die stets das Weiterkommen eines Films im Auge hatten.

Der Ablauf ist zur Zeit wie folgt:

  1. Sie planen eine Filmgeschichte und fragen im Club, wie Sie am besten vorgehen könnten. Sie zeigen Ihr Material oder den vorgefertigten Film und bitten um Meinungen. Sie notieren sich die übereinkommendlichen Verbessungsvorschläge und führen diese in Ihrem Film aus. Keine Angst, es bleibt Ihr persönlicher Film. Dann stellen Sie den Film erneut vor. Dadurch erhalten Sie die Gelegenheit, vielleicht übersehene Kleinigkeiten auszubessern.
     
  2. An einem besonders ausgeschriebenen Abend stimmen die Clubmitglieder über die Weiterleitung(en) zu den Landesfilmfestpielen ab und übernehmen dadurch die Patenschaft, vielleicht auch für Ihren Film. Mit Ausfüllen des elektronischen Meldebogens in der Datenbank betreten Sie die BDFA-Wettbewerbslandschaft. Der Film kann nach seiner Abgabe zum Festival nicht mehr verändert werden.
     
  3. Das Filmfestival findet im allgemeinen in einem richtigen Kino in Harsefeld statt, das über einen angeschlossenen Hotelkomplex verfügt (Einige meinen, das sei anders herum).
     
  4. Ihr Film wird unter Nutzung der professionellen Kinoeinrichtungen (u.a. digitaler 2k – Projektor, Vollleinwand, fette Dolby-Anlage) aufgeführt.
     
  5. Eine Jury diskutiert öffentlich alle vorgeführten Filme und stimmt darüber ab. Wundern Sie sich nicht, wenn Sie eine von Ihrem Club empfohlene Verbesserung an Ihrem Film nicht vorgenommen haben, dass Sie von der Jury die gleiche Meinung hören wie vorher im Club. Grundlagen für gute Filme sind eben überall gleich.
     
  6. Sie können eine Teilnahmeurkunde, einen der dritten, zweiten oder ersten Preise gewinnen.
     
  7. Haben Sie einen ersten Preis errungen oder das Auswahlgremium findet Ihren Film ganz ausgezeichnet, wird der Film an eines der Bundesfilmfestivals des BDFA weitergeleitet.
     
  8. Wir verzichten künftig auf die bisherigen, künstlerisch einschränkenden, ehemals typischen BDFA-Kategorien (wie Reisefilm, Dokumentation, Spielfilm, Sportfilm) mit ihren Festivals. Es wird stattdessen als Gewinn für die Freiheit des Schaffens betrachtet, wenn wir uns nun auf international gängige Filmgenres konzentrieren. Generell unterteilen wir nach den Inhalten in Fiction (freie Erfindung) und Non-Fiction (Sachfilme). Bundesfilmfestivals (BFF) finden an 5 Spielorten mit folgenden Inhalten statt:
     
  9. – BFF Schrobenhausen (Fiction, umfasst Spielfilm, Fantasie / Eperimental, Trick, Videoclip, sofern die Filme nicht überwiegend dokumentarisch sind)
    – BFF Blieskastel ( Natur )
    – BFF Dortmund ( Non Fiction, also Dokumentationen, Reportagen… )
    – BFF Dorfen ( ebenso, Non Fiction )
    – BFF Fuldabrück (ebenso, Non Fiction )

     
  10. Auch hier entscheiden eine Jury und ein Gremium, welche der auf BFF vorgeführten Werke als die besten Amateurfilme des Jahres an den Deutschen Filmfestspielen (DAFF) teilnehmen dürfen.
     
  11. Die DFF sind kein Wettbewerb, sondern das Filmfest des Jahres. Hier werden die erfolgreichen Filme in einem besonders feierlichen Rahmen vorgeführt. Wenn die dortige Gesprächsrunde, die meist unter Mitwirkung von professionellen Filmschaffenden stattfindet, es so befindet, kann sie die Vergabe eines deutschen Filmpreises (Obelisk), z.B. für die beste Reportage, veranlassen oder sogar die Teilnahme an der UNICA, das ist die internationale Filmstiftung der UNESCO.

Klar dürfte sein, dass dies System auch die Aufgabe hat, das Gute vom Besseren zu trennen. Aber nicht immer wird ein Film, seine Geschichte und seine Einmaligkeit allen Betrachtern so eindrücklich sein, dass er Preise abräumt. Dass aber jeder Autor mit seinen Werken die Lebendigkeit der Filmveranstaltungen aufrecht erhält, dafür gebührt höchster Dank.

So sollen auch die aktuellen Änderungen der Wettbewerbsstruktur stets die Qualität der Filme, den Unterhaltungswert derselben für Zuschauer und zugleich die Zufriedenheit unserer Autoren berücksichtigen, so weit es in diesem schwierigen Umfeld organisatorisch möglich ist.